Torrevieja - Comarca Vega Baja del Segura - Provinz Alicante

Torrevieja ist ein Urlaubsort, in dem sich alles um das Meer und das Salz dreht. Seine beiden riesigen Salzlagunen, La Mata und Torrevieja, sind von modernen Wohngebieten umgeben. Die dramatische Bebauung begann in den 1970er Jahren, als verstärkt der Tourismus nach Spanien kam.

 

Parque natural de las Lagunas de La Mata y Torrevieja und das Salz

 

Die beiden miteinander verbundenen Salzlagunen wurden 1989 zum Naturpark erklärt. Der Naturpark ist ca. 3700 qm groß und umfaßt die Gemeinden Guardamar del Segura, Los Montesinos, Rojales und Torrevieja und ist ein beliebter Treffpunkt für Ornithologen. Jedes Jahr überwintern hier zahlreiche Flamingos und weitere zahlreiche Vogelarten. Im Informationszentrum in La Mata kann man sich ausführlich informieren und bei einer Wanderung an der Lagune entlang an verschiedenen Punkte seine direkten Erfahrungen sammeln.

Die Lagunen von La Mata und Torrevieja wurden bereits im Jahr 1321 erwähnt, als sie von der spanischen Krone Orihuela unter der Bedingung zugesprochen wurden, dass sie nur der Fischerei zur Verfügung stehen. 1389 war es die spanische Krone selbst, die die Umwandlung der Lagune angeregt hat. Aber der Bau der Acequión, die mit dem Meer verbunden war, dauerte fast ein Jahrhundert. Im Jahr 1482 erkannte man, dass diese Idee von Fischerei und Salzproduktion gescheitert war, da der Salzgehalt zu hoch war und die Fischer keinen großen Fang mehr machten. Orihuela verzichtete somit auf die königliche Spende und trat die Lagunen an La Mata bzw. Torrevieja ab.

Ein königlicher Erlass 1759 überprüfte noch einmal den Zustand der Lagune. Aber erst im Jahr 1802 wurden die königlichen Salinen im Auftrag des Königs auf Grund der minimalen Produktionsmenge von La Mata letztendlich nach Torrevieja verlegt. Zu diesem Zeitpunkt lebten in Torrevieja ca 300 Familien. Die Salzgewinnung in der Lagune von Torrevieja kann man beobachten. Täglich fährt ein Bagger über den nur einen Meter tiefen See, der die Salzablagerungen auf dem Grund auf nachgeschleppte Förderbänder befördert. Heute wird das Salz aus Torrevieja in die ganze Welt exportiert, wobei sich die jährliche Produktionsmenge auf über eine Million Tonnen beläuft und hauptsächlich an die Industrie geliefert wird.

Die Lagune von Torrevieja erscheint oftmals pinkfarben. Das ist auf Algen und Bakterien zurück zu führen, die bei starker Sonnenstrahlung die Farbe abgeben.

Das Baden in den Lagunen ist zwar nicht erlaubt, aber auch nicht direkt verboten. Es gibt in der Lagune von Torrevieja ein, zwei Zugänge für Besucher, die eine „Fangopackung“ zur Gesunderhaltung nutzen. Andererseits ist der weiße Schaum, den man am Ufer sieht gespaltenes Eiweiß, das man auf die Haut auftragen und wie ein Peeling wieder abrubbeln kann.

Torrevieja

Parque Natural Lagunas de la Mata y Torrevieja

Habaneras Festival

Torrevieja – eine multikulturelle Stadt

Torrevieja war immer schon ein multikultureller Treffpunkt. Im 17. Jahrhundert begann die Fischerei. Und seit dem nahm Torrevieja Seeleute von überall her auf, vor allem Emigranten aus Neapel und Genua, was heute noch die häufig vorkommenden Nachnamen Parodi, Zechini oder Boacino zeigen. Diese Tradition zieht sich bis in die Neuzeit. Heute ist Torrevieja ein Schmelztiegel, in dem ca. 80.000 Einwohner aus unzähligen Nationen leben. Und natürlich gehen in dieser Situation die Meinungen über Atmosphäre und Stadtbild Torreviejas weit auseinander. Love it or leave it?

 

Die langjährige Seemannstradition Torreviejas ist in dem regen Treiben am Fischer- und Handelshafen sowie an den zahlreichen Anlegeplätzen des Real Club Náutico Torrevieja und der Marina Internacional noch spürbar. Am Ende der Strandpromenade befinden sich die Molen, an denen früher die Schiffe beladen wurden, die Salz u. a. nach Kuba transportierten. Zurück kamen diese Schiffe mit traditionellen kubanischen Liedern im Gepäck, den Habaneras. Ihnen zu Ehren findet jedes Jahr im Sommer der HABANERAS-Gesangswettbewerb statt.

Outdoor-Tipp: Isla Tabarca, Embalse de la Pedrera, diverse Parks.

La Mata, heute ein Ortsteil von Torrevieja weist noch einen kleinen Teil der einstmals gigantischen Dünen auf, die es einmal an diesem Küstenstreifen gab. Leider sind alle dem Bauwahn zum Opfer gefallen. Heute weiss man, dass die Dünenlandschaften ein wertvoller ökologischer Bestandteil des gesamten Ökosystems sind.

Guardamar de la Segura ist in der Region einzige Ort, in dem die Dünenlandschaft noch einem Großteil erhalten wurde. 

Wer will, kann mehr als 20 km von La Mata nach Santa Pola durchgängig am Strand laufen. Dieser Teil bildet einen der größten zusammenhängenden Sandstrände in ganz Spanien.

Torrevieja will sich als Sportstatt präsentieren. Tatsächlich sind hier der klassische Wassersport wie Segeln, Surfen, Kite-Surfen, Jet-Ski und Schnorcheln möglich. Außerdem gibt es einige Golfplätze in direkter Umgebung. Und - nach und nach gewinnt der Fahrradsport an Beachtung.

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