PASSO DELLO STELVIO - Stilfserjoch

Uns verschlägt es in das schöne VINSCHGAU. Mittenrein in die Ortler-Berggruppe. Wir haben uns Sommertage im Juni ausgesucht, um das Stilfserjoch zu erklimmen. Wir sind extra in der Mitte der Woche hier angereist, um dem Trubel am Wochenende aus dem Weg zu gehen und haben uns in Prad auf dem Campingplatz nieder gelassen. 

Gleich bei der Ankunft gibt es zwei entscheidene Infos: Am Wochenende ist TRAKTOR-Treffen mit über 600 Oldies, die alle auf das Stilfserjoch hoch fahren und am Sonntag ist der Pass gesperrt, weil ein Radrennen auf den Pass stattfindet. 

An einem herrlichen Donnerstag Morgen brechen wir auf, um die 47 Kehren des PASSO DELO STELVIO (2757 m )zu erobern. Der höchste befahrbare Pass in Italien. Schnell stellen wir fest, dass ein Pickup für diese Haarnadelkurven auch schon eine gewisse Länge hat. Wir brauchen die gesamte Straßenbreite, um die Serpentinen zu meistern. 

Eigentlich hatten wir vor, eventuell mit dem Wohnwagen nach Bormio weiter zu fahren, um zum Iseosee zu gelangen. Aber dieses Vorhaben haken wir ganz schnell ab. Auch für Wohnmobile wäre die Tour eher eine Tortour. Alles was größer ist, hat gewaltige Probleme in den Kehren. Auch im Gegenverkehr auf den geraden Stücken sind Wohmobile nicht vorteilhaft, denn es besteht hier aus öffentlicher Bustransfer. Die zulässige Maximallänge liegt auf der gesamten Strecke bei 10,50 m. Für alle anderen ist die Straße nicht befahrbar. 

Der Pass ist auf jeden Fall eine Reise wert. Die Ein- und Ausblicke in die ORTLER-Gruppe (3905 m) sind einfach nur phantastisch und wir machen entsprechend viele Stops schon auf der Anreise. Es gibt ab und zu ein paar Möglichkeiten anzuhalten.

Wir haben Glück und es ist keine einzige Wolke am Himmel. Kaiserwetter! Und obwohl wir unter der Woche unterwegs sind, ist auf der Passhöhe Trubel angesagt. Motorradfahrer, Biker, Porsche-Convois, Bergwanderer - und wir. Wir wollen uns gar nicht vorstellen, wie es hier am Wochenende und in der Hochsaison voll ist. 

Wir machen eine kurze Wanderung Richtung Furkelhütte. Hier liegt noch ganz schön viel Schnee und auf dem Gletscher ist noch Skibetrieb. Anfang Juni ist es für Bergwanderer unter Umständen noch nicht ganz ideal, auf der Höhe zu wandern. 

Um die Mittagszeit geht es in Richtung Bormio, um auch die Kehren auf der anderen Seite zu erobern. Ebenfalls mit vielen Stops, um die unterschiedlichsten Eindrücke der vielfältigen Landschaft für die Ewigkeit fest zu halten. Eigentlich hatten wir uns in Bormio auf eine richtig gutes italienisches GELATI gefreut. Aber weit und breit keine Eisdiele. Bormio ist ein kleines Dorf, das wenig Sehenwürdigkeiten bietet. Außer: phantastische Bergwelt!

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