Las Alpujarras | La Alpujarra - Die Bergkette Alpujarra liegt in den Provinzen Almeria und Granada.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich im Internet über diesen historischen Landstrich zu informieren:

Alpujarra Turistica

Las Alpujarras 

Alpujarra de la Sierra

La Alpujarra - Andalucia

Granada direkt  

Wikipedia

Spain Info 

Über den vorgelagerten Gebirgszug  ALPUJARRAS könnte man viel berichten: über die uralte Geschichte und Kultur, über Bräuche und Traditionen, über Landwirtschaft, über das Wasser, die  Schafe und Pferde, die weißen Dörfer, über Wein und Schinken und den Tourismus. Natürlich. Denn Neues kann man auch hier nicht entdecken. Aber manche Ecken erscheinen, obwohl sie relativ nah am Touristengeschehen liegen, eben doch noch ursprünglich.

Wer Andalusien wirklich entdecken will, stellt schnell fest, dass man hier Zeit braucht. Ein kurzer Sommerurlaub an der COSTA DEL SOL reicht da nicht aus. Auf Geschichte und Kultur dieser bezaubernden Gegend, die auf Grund ihrer Lage schwer einnehmbar und lange Zeit von den Mauren besiedelt war, wollen wir an dieser Stelle verzichten. Da gibt es für den Interessierten ausreichend Literatur zur Vertiefung. Wir haben uns Zeit genommen und wollen uns voll und ganz auf den Zauber der Natur einlassen. Wir sind auch nicht in der Hochsaison hier, sondern im Januar! Ja, Andalusien ist im Winter mindestens so interessant und reizvoll, wie in wärmeren Jahreszeiten. Wir machen die Erfahrung direkt an den Campingplätzen entlang der Küste, die zu dieser Zeit ausgebucht sind, denn es gibt zahlreiche Überwinterer aus allen Nationen.

In den Januartagen haben viele Bars und Restaurants geschlossen sind und es drängen sich auch keine Heerscharen von Touristen durch die engen Berggassen. Alle auf der Suche nach einem traditionellen Mitbringsel aus der Gegend, wie z. B. bunte Weberteppiche, handgefertigte Schokolade, Schafskäse, Olivenöl, Honig, Lederwaren, Keramik und natürlich der berühmte Schinken, der nur von bestimmten Schweinerassen stammt. Und je nachdem wie lange er reifen durfte, kann das Schinkenbein schon mal 250 Euro und mehr kosten.

Der Gebirgszug ALPUJARRAS  zieht sich über zwei Provinzen: Almería und Málaga. Die wichtigsten Ortschaften sind Bubión, Capileira, Lanjarón, Pampaneira und Trevélez. Es sind kleine Dörfer, die alle ausnahmslos am Südhang der ALPUJARRAS und in Richtung Küste liegen. Wer mit dem Auto auf der Küstenstraße N-340 anreist, hat verschiedene Einstiegsmöglichkeiten zwischen den Küstenorten Adra und Motril. Und hier es geht auch gleich ständig bergauf. Das Meer ist die Nulllinie und jeder Meter will erfahren werden. Hier kommt man auf seine Kosten, wenn man einerseits Freude am Fahren hat und andererseits auch gerne mal stehen bleiben will, um die herrlichen Aus- und Einblicke zu genießen oder die weißen Dörfer entdecken möchte. Und das ist nur zu Fuß möglich, denn die Ortsstraßen sind eng und bieten wenig Möglichkeit zum Wenden. Die Häuser stehen alle dicht gedrängt und die Gassen sind nur so breit, wie ausgestreckte Arme. Auch im Januar kommt hier kein tristes Bild in den Ortschaften auf. Auf noch so kleinem Raum stehen und hängen Pflanzentöpfe, denn Vorgärten sind hier Mangelware. Die steilen Hänge machen das unmöglich. Und alles, was man weiß anstreichen kann, ist weiß angestrichen. Sogar die öffentlichen Elektrokabel an den Häusern  werden ordentlich zusammengelegt zu einem weißen Strang. Nichts darf hier farblich im „weißen Dorf“ stören.

Die ALPUJARRAS bestehen überwiegend aus steilen Tälern, die von unzähligen Wasserläufen aus der Sierra Nevada kommend, durchzogen sind, was eine fruchtbare Vegetation und allerbeste Voraussetzungen für eine ertragreiche Landwirtschaft sind. Die eisenhaltige Heilwasserquelle in Lanjarón hat eine lange Tradition. Sie wurde bereits 1765 entdeckt. Mit dem BALNEARIO  hat sich LANJARÓN zu einem bedeutenden andalusischen Heilbad entwickelt. Der Ausbau der Lanjarón-Abfüllanlagen nimmt leider mehr und mehr zu, was negative Folgen für die Umwelt hat. Die Ausweitung der industriellen Wasserproduktion führt zur Gefährdung von Quellen, die die umliegenden Dörfer und Täler mit Trinkwasser versorgen. Ein Ausdruck der Proteste in der lokalen Bevölkerung ist die jüngere Namensgebung für die Wassermarke: „Ladrón“ (auf spanisch Dieb).  

Alle Bergstraßen, die in die ALPUJARRAS führen, sind landschaftlich ein Erlebnis. Sie führen zum Teil durch Mandel- und Weinplantagen, durch waldige Täler und Schluchten oder durch ganz normale landwirtschaftliche Anbauflächen. Aber egal aus welcher Richtung man kommt, die hochgebirgige  Landschaft bietet herrliche Ausblicke. Natürlich ist im Januar nicht alles grün, aber wer Glück hat, kann z. B. den Beginn der Mandelblüte erleben. Es ist eine besondere Atmosphäre, wenn man auf den Hügeln die rosa und weißen Blütenfelder in der tiefer stehenden Sonne stehen sieht, dahinter die schneebedeckte Sierra Nevada oder den blauen Küstenstreifen.

Wer Offroad unterwegs ist, hat in Capileira die Möglichkeit, am Ortsausgang in Richtung Sierra Nevada zu fahren. Es gibt noch vereinzelt Karten, die aufzeigen, dass es diese Verbindung zwischen Capileira und Granada durchgängig gibt. Das ist auch grundsätzlich richtig. Allerdings ist sie nur für Wanderer und Mountainbiker offen. Für Auto- und Motorradfahrer ist diese Strecke nicht durchgängig befahrbar. Wer einen Geländewagen fährt, der kommt hier in den Genuss und kann weiter in die Berge hinauf in Richtung MULHACÉN fahren, der mit 3478 m der höchste Berg auf dem spanischen Festland ist. Mit einem normalen PKW, der über genügend Bodenfreiheit verfügt, ist unserer Meinung nach der Weg langsam und mit Aufmerksamkeit möglich. Auf alle Fälle wird man hier mit einem einmaligen Blick auf die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada belohnt. Von hier oben sieht man auf die südlich gelagerten Berge der Sierra Nevada wobei der Blick manchmal einer Mondlandschaft ähnelt. Hohe, kahle Steinhänge, die aber langsam wieder aufgeforstet wurden und werden. Selbst auf einer Höhe von ca. 1900 m kann man hier noch die arabische Bewässerungskunst bewundern, die mühselig über die Hänge und Weideflächen angelegt wurde. Die Piste endet nach ein paar Kilometern an einer Schranke. Von hier führen dann einige Hochgebirgswanderwege in verschiedene Richtungen weiter hinauf in die Berge oder wieder zurück in die Täler der ALPUJARRA.

In der ALPUJARRA treffen sich Auto- und Motorradfahrer, Wanderer, Reiter und Biker, Naturliebhaber und Genießer. Und natürlich Touristen, die diesen Punkt auf ihrer Liste einfach nur abhaken. Aber dazu ist die ALPUJARRA eindeutig zu schade.

Wir haben uns viel Zeit gelassen und sind in zwei Etappen auf Erkundungstour gestartet. Von Lanjarón im Osten bis Laroles im Westen sind es zwar nur ca. 80 km, aber man muß natürlich noch An- und Abreise dazurechnen. Es gibt noch eine Reihe von Querverbindungen, die man fahren und entdecken kann. Da ist ein Tagesausflug schnell gefüllt.

Ortschaften in der Alpujarra: Bubión, Cádiar, Capileira, Lanjarón, Mairena, Òrgiva, Pampaneira, Trevélez u. v. m.

Wandern: Es führt der GR 142 durch den östlichen Teil Alpujarra. Der Weg führt durch die Provinzen Almeria und Granada durch folgende ca. 15 Ortschaften.

Wanderwege in der Alpujarra hier

Radfahren: Straßen- bzw. Bergradtouren, Centro BTT Nevada, Etappen der Transnevada 

Reiten: Pferdehaltung hat in dieser Region eine lange Tradition und war lange  das einzige Transportmittel in den überaus steilen Berghängen. Traditionen und Bräuche sind in Andulisen tief verwurzelt. So ist das Pferd Bestandteil vieler Feste/Ferias. Es gibt in dieser Gegend einige Anbieter für Reiterurlaube, da die Region mit ihren landschaftlichen Reizen zu den schönsten Reiterparadiesen in Spanien zählt.

Klettern: Barranco de la Salud, Alpujarra Granadina, Castillejo

Wir haben die ALPUJARRA im Januar besucht. Die Temperaturen waren tagsüber angenehm, die angefahrenen Orte frei von Massentourismus.

Die Mandelbäume fingen rosa und weiß an zu blühen und gaben der Natur ihren ersten Farbtupfer zusammen mit dem überall blühenden gelben Stechginster. 

Wir sind in die Alpujarra von TORROX aus gestartet. Eigentlich wollten wir auf einen der großen Campingplätze an der Küste, die aber mit Überwinterern aus allen Nationen ausgebucht waren. So sind wir auf dem Campingplatz El Pino in Torrox gelandet, der ruhig in Hanglage gelegen ist, eine gute Anbindung zur Autobahn hat und mit vielen Bäumen angelegt ist. Schade ist, dass keine Modernisierungen im Sanitärbereich geplant sind (Stand: 2016).

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