Parque Natural de los Alcornocales - Provinz Cadiz

 

Infos unter:

Junta de Andalucia 

Centro BTT Alcornocales  

Cadiz Turismus  

Der Naturpark LOS ALCORNOCALES ist einer größten Wälder im Mittelmeerraum. Mit einer Höhe zwischen 800 m und 1000 m bietet dieses Mittelgebirge die Heimat für Korkeichen und ist somit einer der größten Korkeichenwälder auf der gesamten Iberischen Halbinsel. Die ständigen Atlantik-Westwinde sorgen hier für reichlich Niederschläge, aber auch die Ostwinde bringen Feuchtigkeit vom Mittelmeer, die wiederum für viel Nebel sorgen können. Die vorherrschende Feuchtigkeit ist Voraussetzung für die zahlreichen Korkeichen. Sie brauchen beständig Wasser und einen kalksteinfreien Boden. Reh und Hirsch fühlen sich hier ebenfalls zu Hause, während im Süden des Parkes mehr subtropische Pflanzen vorkommen und z. B. der Fischotter hier seinen Lebensraum hat.

Autotouren: Wir waren auf zwei unterschiedlichen Wegen unterwegs und müssen festhalten, dass wir keineswegs alle Schönheiten des Naturparks kennen lernen konnten. Der Naturpark LOS ALCORNOCALES ist ein ziemlich großer Park und wenn man ihn in seiner vollen Pracht kennen lernen will, braucht man nur für ihn einige Tage. Wir konnten auf den beiden unterschiedlichen Touren einen guten Gesamteindruck des Naturparks gewinnen, der vor allen Dingen für Wanderer ein Paradies ist. Wer Ruhe, Entspannung und eine gute Erholung sucht, der ist hier genau richtig und kann tagelang auf Schusters Rappen unterwegs sein. Wir sind einem Teil des Klassikers RIO HOZGARGANTA gefolgt, der auf seiner Gesamtlänge durch Schluchten und Berge führt, die einfach nur beeindruckend sind und jederzeit nach Wiederholung schreit.

Unsere erste Tour:  Torreguadiaro > San Martin > La Colera > Sambana > San Pablo de Buceite > Jimena de la Frontera > Castillo de Castellar > Castellar de la Frontera. In Jimena de la Frontera gibt es einen Abstecher am Wegweiser, der zum Wanderweg RIO HOZGARGANTA führt. Über der Brücke (hier ist auch ein Einstieg zum Wanderweg HOZGARGANTA) geht es dann bergauf Richtung ARNATO auf eine Höhe von ca. 550 m. Von hier oben hat man einen traumhaften Ausblick in völliger auf die Küste und die ringsherum liegenden Berge.

Unsere zweite Tour: Manilva > Casares > Gaucin > Cortes de la Frontera > Ubrique > Pto. de Cadiz > La Sauceda > Jimena de la Frontera > San Roque. Diese Tour führt mehr nördlich und ist bergiger. Die südlichere Tour bietet sehr schöne Ausblicke Richtung Küste. Beide Touren lohnen sich.

Was eine Erkundstour durch die Ortschaften auf den Touren betrifft, hat uns am meisten CASARES, GAUCIN und JIMENA DE LA FRONTERA begeistert. Wie sollte es anders sein, alle Orte sind weiße Dörfer und liegen dicht an einem Berg. Der  Anblick kann auch überdrüssig und langweilig werden. Aber für uns ist letztendlich die Atmosphäre in einem Ort oder einer Gegend ausschlaggebend. Und die drei Orte laden durch ihr breiteres Erlebnisangebot insgesamt mehr zum Verweilen ein. Neben den Klassikern wie Kirchen und Denkmäler ist es eben auch ein bestimmter Blick oder die Erhabenheit der Berge ringsherum, das viele Grün oder auch die Menschen auf der Straße, ausschlaggebend, die dann ein besonderes Feeling hervorrufen. So gab es auch auf diesen Touren einige Plätze, die sich spontan angeboten haben, stehen zu bleiben, denn der Naturpark insgesamt bietet doch sehr unterschiedliche Landschaftsbilder, die dann wiederum in ihrer Vielfalt begeistern. Es ist ein schönes Erlebnis, einerseits Rehe und Hirsche im Norden in unmittelbarer Nähe zu erleben, oder im Süden den Störchen auf einer Vielzahl von unterschiedlichen Masten beim Nestbau zuzusehen. Genauso überrascht ist man, wenn plötzlich ein Fischotter vor einem den Weg kreuzt oder am Himmel Geier im Flug beobachten kann.

Wandern:  Der GR 7, der von Andorra bis Tarifa führt, ist ein Fernwanderweg, der auch ein Stück durch den Park führt. Der Wanderweg entlang des RIO HOZGARGANTA gehört wohl zu den bekanntesten Wanderrouten im LOS ALCORNOCALES und ist auf Grund seines Landschaftserlebnisses unbedingt empfehlenswert. Ansonsten gibt es in jedem Informationszentrum oder bei der Junta de Andalucia ausführliches Wandermaterial. Folgende Wanderwege gilt es zu erlaufen:   Ruta Rio de la Miel, Ruta Rio Guadalmesi, Ruta de San Carlos de Tiradero, Ruta Tajo de las Figuras, Ruta de los Molinos, Ruta Vereda Ubrique - Asomadillas, Garganta del Puerto Oscuro, Ruta Rio Hozgarganta, Ruta Laguna del Moral, Sendero Subida al Picacho, Sendero Subida al Aljibe.

Sierra Grazalema

Das Hochgebirge der SIERRA GRAZALEMA grenzt an den nördlichen Teil des Naturparkes LOS ALCORNOCALES. Der höchste Gipfel ist der TORREÓN mit 1.654 m. Die SIERRA GRAZALEMA gehört zur Betischen Kordillere, die im Süden Spaniens wetterbestimmend ist. Der Ort Grazalema ist der regenreichste Spaniens. Und - hier lebt eine der Europas größten Gänsegeier-Brutkolonien.

Eine Autotour rund um die SIERRA GRAZALEMA führt durch unterschiedlichste Kulturlandschaften: Stein- und Korkeichenwälder, die seltenen Igel- oder Pinsapotanne findet man hier, Wald- und Weidewirtschaft, in der Schmutzgeier und Steinböcke zu beobachten sind.

Oftmals werden die weissen Dörfer der SIERRA GRAZALEMA auch besonders als Strasse der weissen Dörfer beschrieben. Das haben wir nicht so empfunden. Die Dörfer weisen dieselbe Charakteristika auf, wie alle anderen weissen Bergdörfer in Andalusien auch. Sehenswert ist unserer Meinung nach auf jeden Fall Grazalema, auch wenn es schon ziemlich touristisch ist, ist hier doch ein  Ausgangspunkt für unterschiedlichste Wanderungen in einem herrlichen Landschaftsbild.

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