Rio Júcar

Der grüne, mäandernde Fluss ...

Insgesamt ist der Júcar knapp 500 km lang. Und er ist einer Flüsse, die überwiegend durch eine spektakuläre Naturlandschaft fliesst. Die HOZ DEL JÚCAR bei Albacete prägt die Landschaft.

Wir starten unsere Tour in Valdeganga, wo der Júcar noch gemächlich durch Gemüsefelder fliesst. Für Wanderer beginnt hier bereits ein weitläufiges Areal. Es gibt zwei Möglichkeiten, dem Fluss zu folgen. Wir entscheiden uns für die Tour direkt durch die Schlucht, in unmittelbarem Verlauf des Júcar.

Die Landschaft verändert sich zusehends mit jedem Kilometer. Der Fluss schlängelt sich an steilen Hängen vorbei mit derart spektakulären Eindrücken, dass man nur langsam voran kommt. Immer wieder ist der Reiz zum Fotografieren da. Wir sind im Herbst unterwegs und die Natur erhält gerade ein neues, farbenprächtiges Kleid.

Sicher sind die Eindrücke, die man "oben" entlang des Júcar fahren kann, nicht weniger spektakulär. Und der Blick "runter" ist gewiss imposant. Aber unten, in direkter Umgebung der langen und steilen Schluchten kommt man ebenfalls aus dem Staunen nicht hinaus. Naturliebhaber sind sicher begeistert. Hier haben viele Vogelarten ihr zu Hause in ungestörter Atmosphäre. Heute stehen hier direkt in die Felswand eingebaut Häuser für Menschen, die hier ihre Freizeit verbringen. Im Sommer ist hier alles da: ausreichend Wasser, Schatten, Ruhe. Man kann angeln, schwimmen, radeln, wandern und Boot fahren.

Verlauf unserer Tour: Start in Valdeganga, Alcozarejos, Cubas, Alcalá del Júcar, Tolosa. Hier wird es zunehmend waldiger. Aber der Blick auf den Fluss bleibt! Kurz nach Tolosa ist die Tour zu Ende und man muss wieder zurück nach Alcalá del Júcar. Alcalá del Júcar ist ein kleiner bezaubernder Ort, der direkt an den Hängen der Schlucht liegt. Unbedingt einen Bummel zu den Cuevas und zum Castillo machen. Die Ein-Blicke lohnen.

ÜBRIGENS: Wir waren hier Anfang Oktober. Ja, zugegeben nach dem berühmten langen und trocknen Sommer 2018. Aber - auf dieser kurzen Tour stehen unzählige Feigenbäume. Der ideale Snak für zwischendurch!

Unsere Tour führt weiter Richtung Casas de Ves bis nach Cofrentes.  In Casas de Ves kommen wir an einer Cooperative vorbei, die bereits seit 1959 besteht. Wir dürfen uns die Weinkelterei ansehen. Es war gerade Weinlese und die Pressung ist in vollem Gang. Natürlich nehmen wir regionalen Wein mit.

Die Straße zum Stausee ist direkt am Ortseingang. Jetzt steigen wir auf ein Schiff um. In Cofrentes kommen die Flüsse Júcar und Gabriel zusammen und fliessen weiterhin durch eine tiefe Schlucht, bis zur ersten massiven Staustufe, in der die Iberdrola Elektrizität erzeugt. Die Schifffahrt lohnt auf jeden Fall, denn das Gelände links und rechts ist sonst nur durch Wanderwege erreichbar. Wir sehen eine Rotte Wildschweine durch's Wasser schwimmen und bekommen erklärt, dass die Natur hier noch intakt ist. Klar, wo kein Mensch hinkommt, kann die Fauna und Flora noch bestehen! Die Schifffahrt lohnt auf jeden Fall. Außerhalb der Saison sollte man sich vorher erkundigen, wie die Fahrpläne aussehen!!

Wiedersprüchlicher als hier kann Gegend kaum sein. Einerseits die herrliche Landschaft und Natur des Valle de Ayora-Cofrentes mit einem Thermalbad für Therapien. Andererseits liegt direkt am Ortsrand auf der anderen Seite ein Kernkraftwerk, das seinen dicken, weissen Dunst in die Welt entlässt. Gott sei Dank wird das Kernkraftwerk 2021 abgeschaltet!

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