Valencia, Ciudad

Valencia gehört für uns eindeutig zu den spanischen Städten, die das oft beschworene mediterrane Ambiente aufweist. Die Stadt prozt geradezu mit alter Architektur und ein Bummel durch die Stadt kann schon einen schiefen Hals verursachen. Ständig sieht man nach oben, um die alten, sehr gut erhaltenen und restaurierten Häuser zu bestaunen. Besonders beeindruckt haben uns das Bahnhofsgebäude ESTACIÓN DEL NORTE, die LONJA DE LA SEDA und der PALACIO DES MARQUÉS DE DOS AGUAS mit seinem gewaltigen Eingang aus Alabaster. Unbedingt sollte man auch einen kulinarischen Besuch im MERCAT CENTRAL einplanen.

Valencia hat aber auch eine andere Seite. Das Viertel CIUTAT DE LES ARTS I LES CIÈNCIES, in dem auch das Ozeanographische Museum steht, ist super modern und hat ein bißchen was von Gigantismus. Es steht im totalen Kontrast zur Altstadt. Mag sich jeder hier sein eigenes Urteil bilden. Das Ozeanographische Museum ist ein riesiges Gelände, in dem man vom "kleinen Memo" bis hin zur Delphin-Show ein breites Angebot der Unterwasserwelt vermittelt bekommt. Aber auch hier muss sich jeder ein Urteil selbst bilden, ob die Haltung von Walen und Haien auf kleinstem Raum wirklich artgerecht ist.

Interessant ist auch das Hafengebiet LA MARINA REAL JUAN CARLOS I . Hier  stehen noch die schon 100 Jahre alten Hafenhallen und das Hafengebäude, das im Beton-Stahl-Stil im letzten Jahrhundert gebaut wurde. Auch hier gibt es ein Kontrastprogramm. Der neu gebaute Hafen dagegen ist super modern, groß und weitläufig und bietet den Einwohnern viel Raum für Freizeit. Von hier aus geht es auch gleich an den breiten Strand. Dazwischen kann, wer was auf sich hält, im MARINA BEACH CLUB abtanzen.

Und - Valencia hat einen sogenannten Grüngürtel. Das trocken gelegte Flussbett des Turía, der in vergangenen Zeiten für extreme Überschwemmung sorgte, ist heute eine üppig bepflanzte Grünfläche, in der die Valencíanos ihre Freizeit verbringen können.

Für Besucher bietet Valencía ein reichliches Angebot. Mehr als einen Tag sollte man für die Stadt schon einplanen. Oder man kommt immer wieder zurück. Auch wir haben nach drei Tagen festgestellt, wir haben nicht alles gesehen, schon gar nicht von innen. Museen gibt es reichlich, die allein schon einen zeitlichen Anspruch erheben. Die Altstadt ist wunderbar zu Fuß zu bewältigen, Busverbindungen gibt es in jede Ecke und die Metro sorgt für schnelle Verbindungen von A nach B. Und - Valencia ist Bikerstadt. Überall gibt es Stände, wo man sich schnell und unkompliziert ein Fahrrad leihen kann und los geht's.

Wer mit Wohnmobil bzw. Caravan unterwegs ist, findet im Umkreis von Valencia Campingplätze. Und bei den meisten hält direkt nebenan der Bus, so dass man gemütlich zum kleinen Preis ohne Stress in ein paar Minuten in der Stadt ist.

Ein Ratschlag noch für einen Besuch im NATURPARK ALBUFERA. Der Süsswassersee ist von fast keiner Seite aus zugänglich, da zum größten Teil Landwirtschaft betrieben wird. Lediglich in EL PALMAR gibt es Anbieter, die kurze Bootsfahrten zu kleinem Preis auf den See unternehmen. Wer einen Besuch am Wochenende plant und zum Essen bleiben möchte, sollte sich vorher im Ort in einem der vielen Restaurants in El Palmar einen Platz reservieren und die "Valencianische Paella" kosten!

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